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Muskelspannung, Wiederholungszahlen und mehr
Lieber Bruno,
danke für Deine so hilfreiche Seite. Ich entdecke immer mehr Details, die ich bisher nicht beachtet hatte. So dass das Gesäß angespannt ist bei der Rückenbeuge. Und das ist es die ganze Zeit nehme ich an? Ich merke, dass ich etwas „faul“ zu sein scheine was das angeht. Auch bei der Kobra arbeite ich mit so wenig Muskelanspannung wie möglich – es braucht immer wieder Bewusstheit für die Anspannung der Muskeln, die sicher noch ausbaufähig ist.
Die andere Frage ist – ich habe das Gefühl, bei ca. 11 Wiederholungen stehen zu bleiben gerade. Also genauer gesagt, es gibt Unterschiede bei jeder Übung:
1. an guten Tagen drehe ich bis zu 15 Mal (an schlechten auch nur 5 Mal wenn ein starker Schwindel kommt). Und ich wechsel die Richtung schon mal – lasse den Drehimpuls von alleine kommen.
2. Beine heben gelingt ca. 7 Mal mit gestreckten beiden Beinen, danach beuge ich erst die Knie um die Beine nach oben zu bringen und an anderen Tagen gehe ich zurück dazu, nur je ein Bein zu heben.
3. Rückenbeuge könnte ich locker 21 Mal ausführen, tue es aber nicht, sondern bleibe im eigentlichen Pensum (= das wäre gerade „eigentlich 15“ wenn ich in meinen Kalender gucke – Startwoch 3 + 2 Wiederholungen dazu jede weitere Woche)
4. Hier mache ich ca. 8-11 mit schon mal einer Unterbrechung – Handgelenke kreisen, ich merke gerade ich vernachlässige oft das Zählen – vielleicht braucht es mehr Konzentration insgesamt.
5. Bei der Kobra bin ich im Schnitt bei 5 Wiederholungen, selbst mit Pause und Handgelenke drehen mache ich denn danach noch 3 Wiederholungen maximal.
Und das seit gefühlten 3 Wochen schon..
Vielleicht bin ich gerade bei irgendeiner Blockade angekommen – oder es ist richtig, dort weiter „rumzudümpeln“ bis es von alleine dem Impuls gibt die Wiederholungen weiter zu steigern? Ich würde gerne hören was Du dazu sagst, Bruno.
Herzlichen Gruß
Nicole
Hallo Nicole,
Eine „stabile Mitte“ ist bei der Rückbeuge sehr wichtig um den unteren Rücken zu schützen.
Es ist absolut richtig, wenn du mit sowenig Muskelspannung wie nötig arbeitest. Meist werden Muskeln angespannt die für die Übung gar nicht gebraucht werden.
Zu 1.
15 Wiederholungen sind schon eine gute Wahl. Wenn aber nach längerer Zeit des Übens (2-4 Wochen) immer noch Schwindel auftritt rate ich dir mal, zur Abklärung, einen Arzt aufzusuchen.
Die Drehrichtung hin und wieder zu wechseln ist, aus meiner Sicht, sehr unüblich. Vielleicht ist es auch der Wechsel der dir Probleme macht?
Zu 2.
Es ist vorteilhaft, auch für Geübte, erst mit einem (gestreckten) Bein zu beginnen. Nach einem Beinwechsel dann erst die Bewegung mit 2 (gestreckten) Beinen auszuführen.
Zu 3.
Wenn du die Rückbeuge sauber, konzentriert und im richtigen Atemrhythmus 21 mal ausführen kannst, solltest du es auch tun.
Zu 4.
Gib deinen Gelenken, Sehnen, Bändern und Muskeln ruhig die Zeit die sie brauchen um sich an die Belastungen zu gewöhnen. Das Zählen ist nicht so wichtig. Leicht verfällt man in den „Fitnessgedanken“ und arbeitet nur noch eine vorgegebene Wiederholungszahl ab. Die „Qualität“ der Ausführung bleibt dabei meist auf der Strecke. Hast du schon mal probiert, wie bei der Brücke unter Tipp beschrieben, dich mit der Faust aufzustützen? Das Handgelenk steht dabei gerade und „sticht“ nicht. Für manche Personen ist das am Anfang eine Erleichterung.
Zu 5.
Manche Bewegung fällt uns leichter, manche schwerer. Es hilft, sich mit den Ungeliebten, den Schwierigen, näher zu beschäftigen. Manchmal werden die dann unsere Lieblinge.
Wenn du in der Nähe wohnst, dann komm doch mal zu einem gemeinsamen Üben vorbei.
Ideale sind wie Sterne
man kann sie nicht erreichen
aber sie sind eine gute Orientierungshilfe
Bruno
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