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Drehbewegungssinn auf der Suedhalbkugel?
Hallo Bruno,
ersteinmal moechte ich mich fuer Deine Seite im Netz bedanken. Ich finde es gut wenn solches Wissen den Menschen frei zugaenglich gemacht wird und man nicht dafuer bezahlen muss. Danke dafuer!
Nach langer Zeit habe ich nun endlich begonnen die Uebungen zu praktizieren und bin begeistert (ich hoffe das haelt an…;). Ein Grund fuer die „Zurueckhaltung“ war die Frage, die mich in vielerlei Hinsicht mit alten Uebungstechniken aus dem Fernen Osten beschaeftigt, nach der Ausrichtung von Drehbewegungen in der suedlichen Hemisphaere. Da die alten Techniken in der noerdlichen Hemisphaere entwickelt wurden, wierum muss ich mich auf der Suedhalbkugel drehen? Denn sollte die Uebung in Einklang mit der Erde und dem Ganzen sein, sollte ich mich dann nicht entsprechend der Erdrotation und des entsprechend beeinflussten Erdmagnetismus auch im Gegenuhrzeigersinn drehen?
Langes Schreiben, kurze Frage: Was empfiehlst Du mir fuer den Drehbewegungssinn des Ersten Tibeter auf der Suedhalbkugel?
Ich freue mich auf eine Antwort von Dir und verbleibe mit
Freundlichen Gruessen aus Neuseeland,
Burkhart
Hallo Burkhart,
meine Einstellung zu den „Übungen“ ist: Nicht zu sehr Verkopfen!
Wenn wir zu sehr überlegen, analysieren, berechnen hindern wir uns oft daran unsere „Körperintelligenz“ entfalten zu lassen. In Kursen sage ich nie die Drehrichtung vorher an. Dies würde die Teilnehmer nur beeinflussen die von mir vorgegebene Drehrichtung zu wählen.
Viel besser ist es, ohne vorher zu überlegen, sich einfach zu drehen. Der Körper wählt meist selbst (Wenn er nicht vom Intellekt beeinflusst wird) die für ihn richtige Drehrichtung. Unser Körper ist viel „Intelligenter“ (Stichwort: Körperintelligenz) als wir ihm meist zutrauen, deshalb „überfahren“ wir ihn meist mit unserem Intellekt.
Solltest du aber, nach einiger Zeit des Übens, ein Gefühl der Müdigkeit, nach dem Drehen oder der kompletten Übungsreihe verspüren, oder der Meinung sein „irgendetwas passt nicht“, dann versuche dich mal in die andere Richtung zu drehen.
Vertraue darauf das dein Körper dir, wenn du bewusst, konzentriert und mit der richtigen Atmung übst, den richtigen Weg weisen wird.
Wie sagt Swami Siwânanda:
Eine Unze Praxis ist besser
als eine Tonne Theorie.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen
Bruno
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